Hitze (Golden Bird)

 

Acryl-Struktur-Gold auf Pappe,
gerahmt,
80 x 70 cm,
Nath 2014

 

 


Bei dem Werk 'Hitze' erhielt das Papier, wie bei 'Reichtum', zunächst einen Auftrag aus einer keramischen Paste. Während die Paste dort sehr dünn aufgetragen wurde, ist sie bei "Hitze" deutlich dicker. Durch diese dickere keramische Schicht hat sich der Craquelee-Effekt anders entwickelt, grober, nicht so fein verästelt, nach dem Trocknen waren Risse entstanden, so wie man sie im Schlamm kennt, wenn die Wüstensonne die Wasserstelle hat vertrocknen lassen.
'Hitze' wird dominiert von gelbbraunen Farben, trockener, heißer Sand, Staub, verkrusteter Lehm und darüber - zunächst ohne feste Formgebung - Sonnenlicht-Gold. Es ist bezeichnend für den immer wieder durchbrechenden spielerischen Umgang, den Nath mit seinen Bildern hat, dass er auf einmal die Silhouette eines Vogels in dem Bild wahr nahm, und dann dem an sich zunächst abstrakten Werk durch Hinzufügen eines Auges eine Richtung gab: der goldene Vogel, vielleicht eine Erinnerung an eine alte indische Geschichte?